Der General-Anzeiger (GA) in Bonn hat rund um das eigene Schulprojekt „Klasse“ ein Forum veranstaltet. Vertreter aus Medien, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft diskutierten Relevanz und Machbarkeit von Medienkompetenz-Vermittlung. Auch Veränderungen in der Medienwelt sowie Chancen und Gefahren von KI wurden besprochen. Die wichtigste Erkenntnis lautet: Jugendliche wollen im Schulprojekt nicht nur informiert werden, sondern selbst Fragen stellen, recherchieren und eigene Themen gestalten. (Bild: Frank Rümmele)
Der GA und der Förderverein der Sparkasse KölnBonn hatten zu einer Diskussionsveranstaltung eingeladen. Die Teilnehmenden tauschten sich dazu aus, wie Medienkompetenz und demokratisches Bewusstsein junger Menschen gestärkt werden können.
Das sind die zentralen Erkenntnisse:
Interesse entsteht durch Beteiligung
Medienkompetenz lässt sich besonders gut vermitteln, wenn junge Menschen nicht nur zuhören, sondern selbst aktiv werden.
- Kreative journalistische Aufgaben und offene Fragerunden mit Journalistinnen und Journalisten stoßen auf großes Interesse. Die Jugendlichen nutzen die Gelegenheit, Fragen zu stellen, Themen zu diskutieren und Einblicke in den Redaktionsalltag zu erhalten.
- Dabei kommt es weniger darauf an, welche Schulform sie besuchen. Die Erfahrungen des GA zeigen, dass das Interesse an journalistischer Arbeit in unterschiedlichen Klassen und Altersgruppen vorhanden ist.
- Auch jüngere Kinder sollten deshalb frühzeitig mit Medien in Berührung kommen und lernen, wie Nachrichten entstehen und wie sie Informationen einordnen können.
Medienkompetenz braucht neue Lernformate
Die Erfahrungen aus dem GA-Projekt verweisen auf eine grundsätzliche Herausforderung: Nachrichten- und Medienkompetenz lässt sich nicht allein durch die Vermittlung von Wissen stärken.
- Junge Menschen müssen sich mit Informationen auseinandersetzen, sie hinterfragen und ihre Bedeutung für den eigenen Alltag erkennen können.
- Dafür braucht es Lernformate, die über den klassischen Unterricht hinausgehen und praktische Erfahrungen ermöglichen.



